Montag, 19. April 2010
"Stadtluft macht frei"- wie ein Unfreier zu einem Freien wird
Die Städte wurden im Mittelalter immer beliebter, denn alle Stadtbewohner waren freie Bürger. Ein Bauer (Unfreie), der seinen Grundherren verließ, musste ein Jahr und einen Tag in der Stadt leben ohne, dass sein Herr auf ihn Anspruch erhob. So flüchteten viele Landarbeiter in die Städte um frei zu werden.
Kennzeichen einer mittelalterlichen Stadt
- Äußere Abgrenzung durch Stadtmauer und Stadtgraben
- Zentrum, Marktplätze, Rathaus, Bürgerhäuser und Kirchen oft mit Burgkirche bzw. Bischofsbezirk
- Stadt wurde streng in Bürger, Inwohner, Patrizier gegliedert.
- Wohnhäuser waren in Parzellen angeordnet
- Wirtschaften und Wohnen war unter einem Dach untergebracht
- Gleiches Gewerbe siedelte sich in gleichen Vierteln und Straßen an
- Umschlag und Verteilung von Waren zwischen den Regionen und auf den städtischen Märkten
- eigene Gerichtsbarkeit und Verwaltung Rechts- und Friedensgemeinschaft
Donnerstag, 15. April 2010
Vielfalt der mittelalterlichen Städte im Deutschen Reich
Bei der Vielfalt der Städte unterschied man hauptsächlich
- nach ihrer Größe in Klein- , Mittel-, Groß- und Weltstädte (mit mehr als 50.000 Einwohnern),
- nach ihrer Entstehung: gewachsene Städte und Gründungsstädte,
- nach ihrem wirtschaftlichen Schwerpunkt: Handels-, Handwerks-, Gewerbe- oder Ackerbürgerstädte,
- nach dem Rang des Stadtherrn: Bischofsstädte, Städte eines Landesherrn oder des Kaisers (freie Reichsstädte)
Gründe, warum seit dem 11. Jh. eine Gründungswelle von Städten einsetzte
Städte wurden meist um eine Burg gebaut und um diese Städte kamen Stadtmauern. Dadurch waren sie sehr gut gegen Angriffe geschützt. Außerdem blühte im Mittelalter der Handel auf und dort wo durch Handel viel Geld gemacht wurde, ließen sich viele Leute nieder.
Zudem fühlte sich die zunehmende Bevölkerung auch in größeren Gruppen sicherer vor Überfällen.
Zudem fühlte sich die zunehmende Bevölkerung auch in größeren Gruppen sicherer vor Überfällen.
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